Gehaltsabrechnung

Hier lässt sich eine einfache Lohn- und Gehaltsabrechnung kostenlos online für Deutschland erstellen und das Nettogehalt berechnen.



 Gehaltsabrechnung erstellen

  Lohnsteuerklasse
Gehalt pro Gehaltszahlungszeitraum
  Faktor bei Klasse 4:
Geldwerter Vorteil/M
  Elternteil bzw. < 23 J
Arbeitsstätte in
  Kinderfreib. Kinderfreibeträge
Kirchensteuer Kirchensteuersatz
  Geburtsjahr
Krankenvers. Krankenversicherung
   
Beitrag Krankenvers.
KV-Zusatzbeitr. KV-Zusatzbeitrag
Arbeitslosenvers.
Rentenvers. Rentenversicherung


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Zu jedem Gehaltszahlungszeitraum erhalten Angestellte vom Arbeitgeber eine Gehaltsabrechnung (Entgeltabrechnung) in Textform, in welcher neben dem Brutto- und Nettoverdienst die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abzüge aufgelistet sind. Einfache Gehaltsabrechnungen für Arbeitnehmer lassen sich auf dieser Seite exemplarisch durchführen bzw. überprüfen.



   

Abrechnung erstellen

Bei der Erstellung der Gehaltsabrechnung werden neben dem steuerpflichtigen Brutto und dem ausgezahlten Netto auch die sozialversicherungspflichtigen Bruttobeträge ausgewiesen. Für das Steuerjahr 2020 sind die Gehaltsberechnungen noch unter Vorbehalt. Die Entgeltabrechnung soll die Gehaltsberechnung nur beispielhaft als einfaches Muster darstellen und erfolgt ohne Gewähr.



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Abrechnungszweck

Für Arbeitnehmer besteht die Verpflichtung, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls auch Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Die Abrechnung der Brutto-Netto-Bezüge und die Zahlung der Abgaben übernimmt allerdings der Arbeitgeber. Die Höhe der Steuer- und Sozialabgaben richten sich nach dem Bruttoeinkommen und den Lohnsteuerabzugsmerkmalen des Arbeitnehmers (Steuerklasse, Freibeträge, Familienstand, Kirchenzugehörigkeit, Kinderfreibeträge etc.). Der Arbeitgeber entrichtet die ermittelten Abgaben an das Finanzamt bzw. die entsprechenden Krankenkassen und zahlt dem Arbeitgeber nur das verbleibende Nettogehalt aus. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer zur Dokumentation eine Lohn-und Gehaltsabrechnung auszustellen, aus welcher die Höhe der Abzüge vom Bruttogehalt ersichtlich sind. Gehaltsabrechnungen dienen auch als Einkommensnachweise bzw. Verdienstbescheinigungen bei der Wohnungssuche oder der Aufnahme von Krediten. Am Ende des Jahres erhält der Arbeitnehmer außerdem eine Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber, aus welcher die abgeführten Steuer- und SV-Abzüge des betreffenden Jahres hervorgehen. Die Gehaltsabrechnung als ein Teilbereich der Lohnbuchhaltung und Finanzbuchhaltung wird entweder intern mit Hilfe einer Gehaltsabrechnungssoftware durchgeführt oder kann etwa an externe Lohnbüros oder Steuerberater ausgelagert werden. Auf nachfolgenden Seiten finden Sie kostenlose online Gehaltsrechner und weitere Lohnrechner.

   

Gehaltsabrechnungsschema

Nachfolgend finden Sie ein vereinfachtes Berechnungsschema zur Gehaltsabrechnung.

Bruttogehalt (Lohn und Gehalt, Überstunden etc.)
+Einmalzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaiubsgeld, Tantiemen, Zulagen)
+ Sachbezüge bzw. geldwerter Vorteil (Firmenwagen, Rabatte, verbilligte und freie Mahlzeiten)
=> Gesamtbruttogehalt
- Lohnsteuer
- Kirchensteuer(falls Religionszugehörigkeit)
- Solidaritätszuschlag
- Krankenversicherung (AN-Anteil)
- Pflegeversicherung (AN-Anteil)
- Rentenversicherung (AN-Anteil)
- Arbeitslosenversicherung (AN-Anteil)
=> Nettogehalt
- Sachbezug (geldwerter Vorteil)
+ Steuerfreie Reisekostenerstattungen
=> Ausgezahlter Gehaltsbetrag

   

Beispiel zur Abrechnung

Die nachfolgende Gehaltsabrechnung bezieht sich beispielhaft auf das Jahr 2019 (Arbeitsstätte in den alten Bundesländern ohne Kirchensteuer);

Ein Arbeitnehmer erhält ein Bruttogehalt von 4.800 Euro/Monat zusammen mir einem Dienstwagen (Bruttolistenpreis 40.000 Euro, Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 18 km). Die Gewährung des Firmenwagens stellt einen Sachbezug dar, welcher als geldwerter Vorteil zu versteuern ist. Bei Wahl der 1% Methode liegt der zu versteuernde und sozialversicherungspflichtige Vorteil bei 616 Euro/Monat. Es ergibt sich ein steuerpflichtiges Bruttogehalt in Höhe von 5.416 Euro/Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze (4.537,50 Euro/Monat ) für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung ist damit überschritten. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung liegt bei 6.700 Euro/Monat. Bemessungsgrundlage für die Beiträge zur KV und PV sind aufgrund der Deckelung somit 4.537,50 Euro und für die RV und AV der volle Bruttobetrag in Höhe von 5.416 Euro. Der Arbeitgeber berechnet auf dieser Basis die Beiträge zu den Sozialversicherungen und führt diese an die Sozialversicherungsträger einschließlich Arbeitgeberanteil ab. Die AG-Belastung ist also höher als das steuerliche Brutto. Aufgrund der Steuer- und SV-Abzüge ergibt sich unter Berücksichtigung des Firmenwagens ein ausgezahltes Netto in Höhe von 2.561,45 Euro. Die Abrechnungsdaten inklusive Arbeitgeberanteilen lassen sich in der Gehaltsabrechnung online nachrechnen.

   

Unterschiede Gehalts- und Lohnabrechnung

Während beim Gehalt in der Regel monatliche Festgehalt vereinbart wurde, kann es beim Lohn zu Schwankungen kommen. Der Monatslohn wird zumeist auf Basis von Arbeitsstunden und Stundenlohn ermittelt. So kann es zu Lohnschwankungen aufgrund der unterschiedlichen Anzahl von Arbeitstagen/Monat (z.B. Februar mit 28 Tagen) bzw. der geleisteten Arbeitsstunden kommen.

   

Gehaltsabrechnungsbegriffe

Nachfolgend werden einige wichtige Lohnabrechnungsbegriffe erklärt, um Abrechnungen besser verstehen zu können.
Bruttogehalt
Das Bruttogehalt ergibt sich aus dem laufenden Gehalt (Gehalt, Lohn, Überstunden, Zuschläge etc.).
Steuer Brutto
Das Steuer-Brutto ist die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der steuerlichen Abzüge. Es setzt sich zusammen aus dem laufenden Bruttogehalt, Einmalzahlungen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) und Sachbezügen (z.B. Firmenwagen)
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer wird berechnet aus dem Steuer-Brutto und weiteren Steuerabzugsmerkmalen des Arbeitnehmers.
Kirchensteuer
Die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden Württemberg 8% der Lohnsteuer und in den weiteren Bundesländern 9%, sofern eine entsprechende Konfessionszugehörigkeit besteht.
Solidaritätszuschlag
Der Solidaritätszuschlag beträgt vereinfacht dargestellt 5,5% der Lohnsteuer.
Steuerklasse
Steuerklasse 1 für Alleinstehende
Steuerklasse 2 für Alleinerziehende
Steuerklasse 3 für Verheiratete (Ehegatte bekommt Stkl. 5)
Steuerklasse 4 für Verheiratete (Ehegatte bekommt Stkl. 4) ggf. mit beantragtem Faktor
Steuerklasse 5 für Verheiratete (Ehegatte bekommt Stkl. 3)
Steuerklasse 6 für weitere Beschäftigungsverhältnisse
Kinderfreibeträge
Kinderfreibeträge haben im Rahmen der Verdienstabrechnung nur Auswirkungen auf die Höhe der Kirchensteuer und des Solidaritätszuschlages. Ist die Berücksichtigung eines Kinderfreibetrags bei hohen Bezügen günstiger als das erhaltene Kindergeld, muss die Differenz durch Abgabe einer Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.
Beitragsgruppenschlüssel
Dieser aus 4 bestehende Schlüssel gibt an, wie die Sozialversicherungsbeiträge für die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung berechnet wurden. Ein in allen 4 Bereichen voll versicherungspflichtiger Arbeitnehmer erhält den Gruppenschlüssel 1111.
Personengruppenschlüssel
Schlüssel für Azubis, Werkstudenten, kurzfristig Beschäftigte etc.. Beschäftigte ohne besondere Merkmale erhalten den Schlüssel 101.
KV/PV-Brutto und RV/AV-Brutto
Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung ergeben sich aus den entsprechenden Beitragssätzen und dem KV/PV-Bruttobetrag. Die Höhe des letzten Betrages und damit auch die Höhe der Beiträge ist durch die KV-Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Entsprechendes gilt für die gesetzliche Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die maximale Höhe der Beiträge bestimmt in diesem Fall die RV-Beitragsbemessungsgrenze. Die Höhe der monatlichen Beitragsbemessungsgrenzen sind nachfolgend dargestellt.

Jahr BBG KV West BBG KV OSt BBG RV West BBG RV Ost  JAEG  
20204.687,50 Euro4.687,50 Euro6.900,00 Euro6.450,00 Euro5.212,50 Euro 
20194.537,50 Euro4.537,50 Euro6.700,00 Euro6.150,00 Euro5.062,50 Euro 
20184.425,00 Euro4.425,00 Euro6.500,00 Euro5.800,00 Euro4.950,00 Euro 

   

Gehaltsabrechnungsbestandteile

Die Inhalte von Engeltbescheinigungen sind im Gesetz in §1 EBV und § 108 GewO geregelt. Laut Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV) sind unter anderem folgende Angaben in einer Entgeltabrechnung erforderlich:
- Name und Anschrift des Arbeitgebers
- Name, Anschrift und Geburtsdatum des Arbeitnehmers
- Versicherungsnummer
- Datum Beschäftigungsbeginn
- Ende der Beschäftigung
- Abrechnungszeitraum
- Steuerklasse, gegebenenfalls einschließlich Faktor
- Kinderfreibeträge
- Merkmale für den Kirchensteuerabzug
- Steuerfreibeträge oder Steuerhinzurechnungsbeträge
- Steuer-Identifikationsnummer
- den Beitragsgruppenschlüssel
- gegebenenfalls Beitragszuschlag für Kinderlose
- gegebenenfalls die Angabe über Beschäftigungsverhältnis in der Gleitzone
- gegebenenfalls die Angabe zu Mehrfachbeschäftigungen
- gesetzliche Abzüge vom steuerpflichtigen Arbeitslohn und Sozialversicherungsbruttoentgelt
- Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag
- Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Kranken-, Renten- Arbeitslosen- und Pflegeversicherung

   

Abrechnungspflichten des Arbeitgebers

Oft stellt sich die Frage: Ist es sinnvoll, eine Gehaltsabrechnung selber zu machen oder erstellen zu lassen? Ein Gehaltsabrechnungsprogramm kann bereits zahlreiche Aufgaben automatisiert übernehmen. Trotzdem sind mit der Erstellung von Entgeltabrechnungen auch Aufgaben verbunden, welche ebenfalls bestimmte Fachkentnisse voraussetzen. So müssen Meldungen und Jahresmeldungen für die Sozialversicherung erstellt werden. Arbeitnehmer müssen beispielsweise bei der Krankenkasse zu Beginn und Ende von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen an- und abgemeldet werden. Auch Krankenkassen- oder Beitragsgruppenwechsel sind meldepflichtig. Die Mitarbeiter sind außerdem bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anzumelden. Für die gesetzliche Unfallversicherung muss der Arbeitgeber je nach Branche entsprechende Beiträge entrichten. Ebenso sind die Umlagen U1 (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall), U2 (Mutterschaft) und U3 (Insolvenzgeldumlage) vom Arbeitgeber zu zahlen. Die vom Arbeitgeber erechnete Lohnsteuer ist in einer Lohnsteueranmeldung gem. § 41a EStG anzumelden und an das Betriebsstättenfinanzamt abzuführen. Zu beachten ist, dass Arbeitgeber für die richtige Berechnung und Abführung der Lohnsteuer gem. § 42d EStG und der SV-Beiträge gem. § 28e SGB IV haftet. Wegen des Arbeitsaufwandes und der Haftungsrisiken wollen insbesondere kleinere Betriebe die Gehaltsabrechnung oftmals nicht selbst erstellen, sondern an eine externe Lohnbuchhaltung, etwa über Steuerberater, auslagern.

   

Beitragssätze 2018 und 2019

In der online Lohnabrechnung werden die Lohnsteuer und die weiteren gesetzlichen Abzüge durch den verwendeten Lohn- und Gehaltsrechner nach den aktuellen Vorgaben des BMF berechnet. Für die Gehaltsabrechnung ist ein von den Krankenkassen individuell festgesetzter Zusatzbeitrag anzugeben, welcher in 2018 durchschnittlich 1,0% und in 2019 im Durchschnitt 0,9% beträgt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den SV-Beitragssätzen für 2019.

Jahr Beitragsjahr 2019  
KV Krankenversicherung AN+AG Gesamt (AN+AG) AN Arbeitnehmer AG Arbeitgeber
Allg. BeitrS. Allgemeiner Beitragssatz 14,60 %7,30 %7,30 %
Erm. BieitrS. Ermäßigter Beitragssatz 14,00 %7,00 %7,00 %
Mittl. Zusatzbeitr. Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 0,90 %0,45 %0,45 %
PV Pflegeversicherung    
Ohne Sachsen Bundesländer ohne Sachsen 3,05 %1,525 %1,525 %
Sachsen Bundesland Sachsen 3,05 %2,025 %1,025 %
Zuschl. kinderlos Kinderlos und 23. Lebensjahr vollendet  0,25 % 
RV Rentenversicherung    
Beitrag Beitragssatz 18,60 %9,30 %9,30 %
AV Arbeitslosenversicherung    
Beitrag Beitragssatz 2,50 %1,25 %1,25 %


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